Ideale Voraussetzungen für mediterrane Pflanzen und Tiere

Die Terrassierung des Hanges prägt das Landschaftsbild oberhalb und unterhalb des Philosophenwegs.
Die idealen klimatischen Voraussetzungen sowie die zahlreichen Trockenmauern bieten am Philosophenweg verschiedenen mediterranen und anderen wärmeliebenden Pflanzen und Tieren die entscheidenden Voraussetzungen für die Besiedlung dieses Gebietes.
Die Trockenmauern sind ohne Verwendung von Mörtel aus Natursteinen aufgeschichtet. Sie haben Hohlräume, die im Sommer kühl und im Winter frostfrei sind.
Pflanzenarten am Philosophenweg
In den Trockenmauern wachsen spezielle Pflanzenarten wie z. B. Mauerpfeffer, Zimbelkraut und Glaskraut. Auf den Weinbergflächen wachsen Osterluzei, Traubenhyazinthe und Weinberglauch.
Ungeschützt gedeihen auf der sogenannten Klima-Insel »Philosophenweg« attraktive und interessante, exotische Stauden, Sträucher und Bäume: japanische Wollmistel und amerikanische Zypresse, Korkeiche, Jasmin, spanischer Ginster und portugiesische Kirsche, Zitrone und Granatapfel, Bambus, Palmen, Pinien und sogar der Indigostrauch aus dem Himalayagebiet. Alles blüht um Wochen früher als im Tal.
In Frühling und Sommer tragen diese Pflanzen durch ihre Blüten und ihren Duft zum mediterranen Flair der »Heidelberger Sonnenseite« bei.
Charakteristische Tierarten am Philosophenweg
Charakteristische Bewohnerinnen der sonnenexponierten Trockenmauern des ganzen Philosophenweghanges sind Mauereidechsen und Zauneidechsen. Manche Mauer ist erst wenige Jahre alt und wurde ausdrücklich zur Vergrößerung des Lebensraums der Eidechsen angelegt.
Gelegentlich findet man hier auch die ungiftige und für Menschen harmlose Schlingnatter. Wie ihr Name schon vermuten lässt, umschlingt sie ihr Opfer und bringt es dann in die richtige Stellung. Anschließend verschluckt sie es mit dem Kopf zuerst. Übrigens: In Heidelberg gibt es keine giftigen Schlangen.
Zu den charakteristischen Tierarten zählen auch wärmeliebende Insekten wie z. B. Wildbienen.
Erhaltung der biologischen Vielfalt
Die Stadt Heidelberg sorgt gezielt dafür, dass die biologische Vielfalt am Philosophenweg erhalten bleibt durch:
  • Sanierung alter Trockenmauern
  • Reduktion des Gehölzbewuchses
  • Förderung traditioneller Nutzungsformen (Weinberge und Obstwiesen)
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