Das Siebenmühlental und der Mühlbach

»Siebenmühlental« heißt das Tal am Mühlbach, obwohl es über lange Zeit bis zu neun Mühlen aufzuweisen hatte. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts, als das Tal seinen Namen erhielt, klapperten jedenfalls nur sieben Mühlen am Bach.
Es war die Blütezeit der Handschuhsheimer Mühlen, was auf auswärtige Aufträge zurückzuführen war. Die Müllersleute waren damals reich und angesehen. Doch bereits viele Jahrhunderte früher, im Jahr 891, wurde erstmals eine Mühle am hiesigen Mühlbach erwähnt, die in enger Verbindung zum Michaelskloster auf dem nahen Heiligenberg stand. Ab dem 19. Jahrhundert war der Mühlenbetrieb rückläufig und wurde schließlich nach dem Ersten Weltkrieg eingestellt.
Der Mühlbach, der aus mehreren Quellen seinen Zulauf hat, durchfließt den Wald und die Wiesen des wunderschönen Siebenmühlentals bis zum Ortsrand von Handschuhsheim als offenes Gewässer. Im Stadtteil selbst setzt er seinen Lauf unterirdisch fort, tritt anschließend wieder ans Tageslicht, durchfließt Wiesen und Felder und mündet bei Neckarhausen in den Neckar.
Das Siebenmühlental ist bei Spaziergängern und Wanderern sehr beliebt. Unter anderem locken im Herbst die Esskastanien, die man hier in großen Mengen sammeln kann.
Familien mit Kindern halten sich gerne auf den Wiesen entlang des Mühlbachs auf. Die Kleinen werden hier zu begeisterten Baumeistern von »Staudämmen«.
Ein beliebter Anziehungspunkt ist auch die Holzbrücke aus Rundholzstämmen, die über den Bach führt.
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