Palais Prinz Carl

Das Palais Prinz Carl war einst eine Gaststätte. Ende des 18. Jahrhunderts wurde sie vom damaligen Besitzer Peter Koch nach dem Erben des Kurfürsten Karl Theodor, Prinz Carl von Zweibrücken, benannt.
1823 wurde der Gasthof von dem neuen Eigentümer Sebastian Frank zu einem Hotel umgebaut.
Frank vergrößerte das Anwesen durch Zukauf benachbarter Grundstücke und nahm verschiedene bauliche Erweiterungen und organisatorische Verbesserungen vor.
Es gelang ihm, den Gasthof »Prinz Carl« zu einem Hotel von internationaler Bekanntheit zu machen.
1873 schluckte das inzwischen beständig gewachsene Hotel das letzte Grundstück auf der Westseite des Kornmarkts und erstreckte sich danach über die gesamte Westfront des Platzes.
Ein anschließender Umbau leitete die große Zeit des »Prinz Carl« als Grand-Hotel ein. Hierbei wurde es unter anderem mit einem prunkvollen Spiegelsaal ausgestattet.
In den Anfangsjahren des 20. Jahrhunderts begann der Abstieg. Die verkehrstechnisch ungünstig gewordene Lage, zu hohe Preise bei mangelndem Komfort und der zunehmende Lärm der Innenstadt spielten dabei eine entscheidende Rolle. 1915 ging der »Prinz Carl« in Konkurs.
Seit 1917 gehört das Anwesen der Stadt Heidelberg. Das alte Hotelgebäude wurde 1978 abgerissen. Der Denkmalpflege ist es zu verdanken, dass der wunderschöne historische Spiegelsaal beim Abbruch erhalten blieb und später in den Nachfolgebau integriert wurde.
Heute wird dieses Schmuckstück der Altstadt regelmäßig für Veranstaltungen, aber auch für private Feste, z. B. für Hochzeitsfeiern, genutzt.

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