Die Heidelberger Stadthalle

Das kunstvolle rote Gebäude am Neckarufer wurde Anfang des 20. Jahrhunderts (1901–903) durch die Architekten Henkenhaf und Ebert errichtet.
Der Kopf über dem Haupteingang stellt die »Heidelberga«, die Personifikation der Stadt Heidelberg, dar.
An der Fassade der Stadthalle findet man verschiedene Komponistenköpfe, unter anderem von Bach, Beethoven und Mozart. Sie repräsentieren die Zeit des 19. Jahrhunderts, in der man sich der Künste besonders gerne erinnerte.
Oberhalb des südöstlichen Seiteneingangs ist die erste Strophe von Joseph Victor von Scheffels »Alt-Heidelberg, du feine« eingemeiselt.
Die zweite Strophe des Liedes findet man oberhalb des nordöstlichen Seiteneingangs.

An den Fensterbögen der Stadthalle sind diverse, für Heidelberg bedeutende Persönlichkeiten portraitiert wie z. B. Karl Josef Anton Mittermaier (1787–1867), Albert Mays (1818–1893) und Karl Gottfried Nadler (1809–1849). Mittermaier war einer der bekanntesten deutschen Juristen des 19. Jahrhunderts. Mays erwarb höchste Anerkennung als Erforscher der pfälzischen Geschichte. Nadler, der berühmte pfälzische Heimat- und Mundartdichter, ist vor allem durch seine Liedersammlung »Fröhlich Palz, Gott erhalt's!« in Erinnerung geblieben.
An der Ostfassade der Stadthalle befinden sich die Büsten des damaligen Reichskanzlers Otto von Bismarck sowie des Militärstrategen Helmuth Graf von Moltke. An Nord- und Südfassade der Stadthalle sind die Wappen der acht größten Städte Badens angebracht.
So facettenreich wie die Architektur und die Gestaltung der Fassade sind auch die Nutzungsmöglichkeiten des Gebäudes: Es steht für Seminare, Kongresse, Konzerte, Gala-Dinner oder auch Bälle zur Verfügung. 
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