Das Rathaus

Das Heidelberger Rathaus, an dem die leicht geschwungene Hauptstraße vorbei führt, erhielt seit 1701 in mehreren Ausbauphasen seine heutige Gestalt.
Es wurde im Barockstil errichtet.
Das Rathaus befindet sich an der Ostseite des Marktplatzes und beherrscht diesen Platz zusammen mit der Heiliggeistkirche auf der gegenüberliegenden Seite. Der Vorgängerbau des heutigen Rathauses, der 1689 im Pfälzischen Erbfolgekrieg von französischen Truppen völlig zerstört wurde, befand sich bereits an der gleichen Stelle.
Die Pläne für den Mittelbau des wieder aufgebauten Rathauses entwarf Oberingenieur Flemal. Die Bauplastik mit Masken und kurfürstlichem Wappen stammt von dem Bildhauer Heinrich Charrasky, einem Ungarn, der von 1710 bis 1720 in Heidelberg tätig war. Das Rokokogitter des Balkons mit den Initialen des Kurfürsten Karl Theodor wurde erst 1751 ergänzt. Hinter dem Balkon lag von 1703 bis 1914 der Rathaussaal. Ein Brand im Jahr 1908 machte einen Umbau nötig. Die damals noch südlich des Rathauses, längs der Hauptstraße, stehenden Häuser wurden abgerissen und durch einen neuen Bauteil ersetzt.

Sehenswert ist der Anbau von 1961 an der Ostseite, der auf dem Dach ein Türmchen mit Glockenspiel trägt.
Das Glockenspiel hat 26 Bronzeglocken und lässt unter anderem das Lied »Alt Heidelberg, du feine« erklingen.
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