Zerstörung und die Zeit danach

Zerstörung im Pfälzischen Erbfolgekrieg
Der Pfälzische Erbfolgekrieg beendete die Blütezeit des Heidelberger Schlosses.
Im Jahre 1693 wurde das Schloss von französischen Truppen unter General Melac fast vollständig zerstört.
Wiederaufbaupläne Karl-Theodors
Ab 1742, der Zeit des Kurfürsten Karl-Theodor, wurde am Wiederaufbau des Schlosses gearbeitet.
Ein Blitzschlag zerstörte 1764 allerdings weitere Gebäude und damit auch die Wiederaufbaupläne Karl-Theodors.
Die Ruinen zerfielen daraufhin immer mehr.
Charles de Graimberg, der Retter des Schlosses
Das Heidelberger Schloss befand sich auf dem besten Weg, abgerissen zu werden. Um 1800 trieben dort kleine Gauner und die ersten Touristen ihren Unfug. Und die Heidelberger selbst sahen das Schloss als idealen Steinbruch, an dem man sich kostenlos bedienen und bereits behauene Steine für den eigenen Hausbau mitnehmen konnte.
Der französische Graf Charles de Graimberg (1774–1864) kam 1810 nach Heidelberg. Er sorgte dafür, dass die Schlossruine nicht weiter zerstört wurde, und veranlasste eine Restauration von Teilbereichen des Schlosses. Seither gilt er als Retter der berühmtesten Ruine Deutschlands.
Keine Schlossführung und kaum ein Heidelberg-Vortrag können heute die Person und die Verdienste des französischen Emigranten aussparen.
Graimberg war ein Künstler und Sammler. Seine Sammlung bildete später den Kernbestand des Kurpfälzischen Museums.
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