Das Karlstor

Am Ende der Hauptstraße, in östlicher Richtung, erreicht man einen Triumphbogen zu Ehren des Kurfürsten Karl Theodor, das sogenannte Karlstor.
Die Heidelberger Bürgerschaft bedankte sich mit diesem Bauwerk unter enormem Kostenaufwand beim Kurfürsten für die Belebung von Handel und Gewerbe.
Eigentlich ging es – ähnlich wie bei der Karl-Theodor-Statue auf der Alten Brücke – jedoch vielmehr darum, dem in Mannheim residierenden Kurfürsten zu schmeicheln, um ihn auf diese Weise nach Heidelberg zurück zu locken.
Nicolas de Pigage erhielt den Auftrag, den Bau des Tores im römischen Stil zu planen und durchzuführen. Die Errichtung des Tores erfolgte schließlich zwischen 1775 und 1781.
Zur Grundsteinlegung am 2. Oktober 1775 erschien der Kurfürst persönlich. Er war es auch, der den Architekten veranlasste, Elemente aus drei verschiedenen Entwürfen in einem Ausführungsplan zu vereinen.
So entstand ein klassizistischer Bau in der Tradition römischer Siegestore, den vier Pfälzer Löwen krönen. Im Mittelteil sind auf der Westseite zur Stadt unter dem Fürstenhut die Porträts des Kurfürsten und seiner Gemahlin zu sehen. Stadtauswärts trägt der Mittelteil eine Widmungsinschrift und darüber eine Waffentrophäe mit dem Kurpfälzer Wappen.
Die Skulpturen schuf Peter Simon Lamine.
Das Tor wurde nie ganz vollendet.
Die Kellerräume des Torbogens wurden als Kerker verwendet, worauf die bis heute an den Wänden vorhandenen Ketten schließen lassen.
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