Das Nepomuk Denkmal

1738 wurde der katholischen Minderheit in Heidelberg erlaubt, eine Statue des böhmischen heiligen Johannes von Nepomuk auf der damaligen Vorgänger-Neckarbrücke aufzustellen. Dem Kurfürsten, der zu dieser Zeit ebenfalls katholisch war, gefiel die Anfrage der Heidelberger Katholiken. Nepomuk war für die ihm zugedachte gegenreformatorische Aufgabe besonders geeignet. Nepomuk wurde in Böhmen als Märtyrer verehrt. Legenden und Wundererzählungen rankten sich um ihn, weshalb sein Kult einen Siegeslauf durch die deutschsprachigen katholischen Länder begann. Die Heidelberger Nepomuk-Statue gehört zu den frühen großen Beispielen seiner Verehrung.
Beim Hochwasser 1784 stürzte die Statue in den Fluss und wurde von den Fluten fortgerissen. Einige Jahre nach der Katastrophe wurde sie jedoch von Fischern im Neckar entdeckt und geborgen.

Man stellte sie zunächst zu Füßen der Weinberge an der Neuenheimer Landstraße auf.
Heute steht eine Kopie der Figur einige Meter östlich des Brückenkopfs auf der Neuenheimer Seite.
Das Original befindet sich im Kurpfälzischen Museum.
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