Bergfeste Dilsberg

Weithin sichtbar, erhebt sich die Befestigungsanlage des Städtchens Dilsberg auf einem Bergkegel über dem Neckartal. Dilsberg ist heute ein Stadtteil von Neckargemünd.
Die Burg Dilsberg ist der Mittelpunkt der Bergfestung bzw. des malerischen Dilsbergs. Sie wurde im 12. Jahrhundert von den Grafen von Lauffen errichtet. Im 13. Jahrhundert hatte deren Adelsfamilie hier ihren Sitz. Mitte des 14. Jahrhunderts wurde die Burg kurpfälzisch, 1347 erhielt sie Stadtrecht. Im 30-jährigen Krieg wurde die lange Zeit als uneinnehmbar geltende Burg von den kaiserlichen Truppen unter General Tilly nach längerer Belagerung im Jahr 1622 erobert. 77 Jahre später bestürmten die Franzosen während des Pfälzischen Erbfolgekriegs den Dilsberg vergeblich. Ein 46 Meter tiefer Brunnen im Burghof versorgte während dieser Belagerungszeiten die Verteidiger mit dem lebensnotwendigen Wasser.
Vermutlich spielte in diesem Zusammenhang auch der Geheimgang eine wichtige Rolle. Dieser führt auch heute noch vom tiefer gelegenen Wald eben in den Berg hinein und endet am Boden des Burgbrunnens, unmittelbar über dem Wasser.

Im 19. Jahrhundert war die Anlage dem Verfall und der Zerstörung preisgegeben.
Das Bauwerk wurde als Steinbruch genutzt, bis es schließlich teilrestauriert, gesichert und Wanderern zugänglich gemacht wurde.
Heute wird die Burgfeste jedes Jahr von Tausenden Besuchern angezogen.
Im Rahmen der farbenprächtigen Burgfestspiele finden hier mehrere Theateraufführungen statt wie beispielsweise das von einer Laien-Gruppe aufgeführte Stück »Die Rose vom Dilsberg«.
Aber auch die Burgkonzerte, Empfänge oder Feste sind einen Besuch wert.
Sehenswert sind die Burgruine mit Aussichtsturm sowie der Burgbrunnen und der unterirdische Brunnenstollen.
Geöffnet ist die Burg von April bis Oktober.
Darüber hinaus sind ein Rundgang durch das Städtchen Dilsberg selbst sowie ein Spaziergang entlang der Befestigungsmauer zu empfehlen.