Figuren auf der Brücke

Ehrerbietung und Dank gegenüber ihrem Kurfürsten Karl Theodor und sicher auch Stolz auf die neuerbaute stattliche Brücke veranlassten die Heidelberger Bürgerschaft, das steinerne Brückenbauwerk mit zwei Denkmälern zu krönen.
Der kurpfälzische Hofbildhauer Conrad Linck schuf die beiden monumentalen Standbilder auf der neuen Neckarbrücke.
Im Jahr der Brückeneinweihung 1788 wurde auf einem Brückenbalkon auf der Stadtseite das Standbild des Kurfürsten Karl Theodor aufgestellt.
Zwei Jahre später folgte auf der Neuenheimer Seite das Standbild der Minerva mit Lanze und Schild. Beide Statuen blicken stromaufwärts ins Neckartal. Beide sind ausgezeichnete Beispiele spätbarocker Brückenplastik.
Zu Füßen der Statue des Kurfürsten befinden sich verschiedene männliche und weibliche allegorische Figuren, die Flussgötter darstellen.

Beim Standbild der Minerva stellen die allegorischen Figuren die göttlichen Verkörperungen der Gerechtigkeit und der Frömmigkeit, des Ackerbaus und des Handels dar.