Weitere Unternehmen

Lamy – der Schreibgeräteproduzent
Eine weltweit hohe Bekanntheit darf der Heidelberger Füllhalter-Produzent Lamy für sich beanspruchen.
Mehr als 7 Millionen hochwertige Schreibgeräte produziert das mittelständische Unternehmen jährlich. Dazu gehören neben Füllhaltern auch Kugelschreiber, Bleistifte und Mehrsystemschreibgeräte.
Das 1930 gegründete Unternehmen Lamy zählt international zu den führenden Marken. Das wird zum Beispiel dann deutlich, wenn man etwa durch ein Kaufhaus im chinesischen Shanghai streift und ganz plötzlich vor einem Lamy-Stand steht.
Ein Lamy in der Schultasche gehört heute zum Image des erfolgreichen Schülers, dessen Handschrift von der Güteklasse eines Füllhalters, insbesondere der Feder, geprägt wird. Auch im Geschäftsalltag sind Füllhalter von Lamy gefragt. Das Schreiben mit einer Feder ist schließlich angenehmer und wirkt sich positiv auf die Handschrift aus. So bietet Lamy denn auch für jeden die richtige Feder, insbesondere nicht nur für Rechts-, sondern auch für Linkshänder.
Das Unternehmen Lamy besticht durch prägendes Design. Selbst im Firmengebäude findet man Füller und Stifte als architektonische Elemente.
Das Werbekonzept verknüpft Tradition und Moderne und hat sich in den letzten 30 Jahren kaum verändert. In schlichter Eleganz druckt Lamy seine Produkte in Originalgröße auf die Anzeigenseiten. Der formulierte Produktnutzen wird dabei so wiedergegeben, wie es für Lamy selbstverständlich erscheint, in Handschrift.

Rockwell Collins – ehemals Teldix
Der Name Teldix ist in Heidelberg bis heute ein Begriff. 1960 wurde das Unternehmen in Heidelberg gegründet. Der Name ergab sich aus den Namen der beiden damaligen Anteilseigner Telefunken und Bendix. 1973 kam Teldix zu Bosch, das in der Folge die von einem Teldix-Ingenieur stammende Idee eines ABS, eines Antiblockiersystems für Kraftfahrzeuge, das sich bei Teldix gerade in der Entwicklungsphase befand, übernahm und zur Marktreife führte. Das Hauptgeschäftsfeld von Teldix war von Beginn an die Entwicklung, der Bau und der Service von elektronischen Steuerungssystemen für militärische Flugzeuge, u. a. für den legendären Starfighter.
Aber auch für die Raumfahrt engagierte man sich recht früh. Weltweit bekannt sind die Drallräder, die sogenannten Lageregelungsschwungräder für Satelliten im Erdorbit, die hier entwickelt und gebaut werden. Mit diesen Produkten konnte man sich ein wenig vom Image eines typischen Rüstungsunternehmens absetzen. Die Drallräder, die heute noch »Teldix-Space-Wheels« genannt werden, stabilisieren durch den konstanten Schwung ihrer rotierenden Masse einen Satelliten in einer gleichbleibenden Lage, egal ob es sich dabei um Telekommunikations-, Wetter-, Fernseh- oder GPS-Satelliten handelt.
2006 wurde Teldix nach mehreren Eigentümerwechseln von der amerikanischen Firma Rockwell Collins übernommen und entsprechend umbenannt. Mit den »Teldix-Space-Wheels«, in denen der Name Teldix weiterlebt, ist man mit einem Anteil von 40 Prozent Weltmarktführer. 2010 waren 882 »Teldix-Space-Wheels« in 327 Satelliten im Einsatz und haben eine Gesamtlebensdauer von 4.022 Jahren erreicht. Innerhalb Deutschlands ist Heidelberg mit über 500 Mitarbeitern der größte Standort von Rockwell Collins und der einzige Produktionsstandort.

Rudolf Wild Werke – ein Begriff in der Lebensmittelindustrie
Die Rudolf Wild Werke sind ein weltweit agierendes Unternehmen, das sich mit der Entwicklung und Herstellung von hochwertigen und natürlichen Inhaltsstoffen für die Lebensmittelindustrie beschäftigt. In Heidelberg ist der Ursprung und die Zentrale der Firmengruppe. Produktionsstätten und Niederlassungen befinden sich in über 50 Ländern.
Weltweit bekannt wurde Wild mit seinem "Kultgetränk aus dem Trinkpack", dem Produkt Capri-Sonne. Seit über 40 Jahren steht Capri-Sonne für ein Erfrischungsgetränk mit fruchtigem Geschmack in Portionspackungen und mit orangefarbenem Strohhalm. Das seit jeher ohne Süßstoffe und künstliche Aromen sowie ohne Farb- und Konservierungsstoffe hergestellte Produkt ist vor allem beliebt bei Kindern.
In Erinnerung bleibt der große Werbecoup des Unternehmens im Jahre 1979: Der damals unbekannte Heidelberger Getränkelieferant schnappte anderen Konzernen den großen Muhammad Ali als Werbepartner weg und ließ ihn in Werbespots sagen: »Ich bin der Größte. Die ganze Welt weiß das. Aber wenn ich mit dem Boxen aufhöre, ist Capri-Sonne das Größte«. So verhalf der damals weltbeste Boxer dem Heidelberger Unternehmen zum Einstieg in den amerikanischen Markt. Capri-Sonne setzte sich als erste europäische Softdrinkmarke in den USA durch und wurde dort als erfolgreichste Neueinführung ausgezeichnet. Wild verkauft inzwischen weltweit 4 Milliarden Getränkebeutel jährlich. Damit sitzt Capri-Sonne in einer Reihe mit Coke, Pepsi und Schweppes.
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