HeidelbergCement

Die HeidelbergCement AG ist ein internationaler Baustoffkonzern, der seinen Sitz in Heidelberg hat. Mit rund 53.000 Mitarbeitern an mehr als 2.500 Standorten in über 40 Ländern sowie der Marktführerschaft in vielen internationalen Märkten zählt der HeidelbergCement-Konzern zu den global führenden Baustoffherstellern.
Die Produktpalette von HeidelbergCement umfasst Normalzemente, Sonderzemente (beispielsweise für den Bau von Wasserbauwerken und Kläranlagen), Spezialbindemittel, Zuschlagsstoffe wie Sand und Kies und Kalkprodukte sowie Umwelttechnik für den Deponiebau und die Altlastensanierung.
Die Firmengeschichte von HeidelbergCement geht bis in das Jahr 1873 zurück. Die damals im Heidelberger Stadtteil Bergheim gelegene Bergheimer Mühle wurde in diesem Jahr in einem Konkursverfahren von dem aus Mosbach stammenden Bierbrauer Johann Philipp Schifferdecker erworben. Dieser rüstete die Mühle um zu einer Zementfabrik. Unter dem Namen »Portland-Cement-Werk, Heidelberg, Schifferdecker & Söhne« begann schließlich im Jahr 1875 auf dem direkt am Neckar gelegenen Firmengelände die Zementproduktion. 1889 wurde das Unternehmen in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Nach einem Brand wurde die Produktion 1896 ein paar Kilometer nach Süden verlegt. Das Werk in Leimen zählte Anfang des 20. Jahrhunderts zu den größten und modernsten Industriebauten in Süddeutschland.
In der Folge boomte das Geschäft mit Baumaterialien und bewirkte eine sehr positive wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens, die von einer starken Expansion begleitet wurde, u. a. durch verschiedene Fusionen, den Bau neuer Zementfabriken und die Akquirierung der benötigten Kalksteinbrüche. Ab 1938 firmierte das Unternehmen unter »Portland-Zementwerke Heidelberg Aktiengesellschaft«.
1959 wurden die Geschäftstätigkeiten des Unternehmens in die Transportbetonbranche erweitert.
Ab 1977 eroberte man mit Tochtergesellschaften den nordamerikanischen Markt. 1978 wurde der Name des Unternehmens in »Heidelberger Zement Aktiengesellschaft« umgewandelt.
In den 1990er Jahren wurde das Unternehmen zusehends internationalisiert, insbesondere durch eine Expansion nach Ostasien. Nach und nach wurden auch weitere Branchen des Baustoffhandels erschlossen wie z. B. die Baustoffchemie, Dämmsysteme usw.
2002 erfolgte schließlich die Umbenennung des Unternehmens in »HeidelbergCement«.
2007 tätigte das Unternehmen die bis dato größte Übernahme im Baustoffsektor überhaupt, die Übernahme des britischen Baustoffkonzerns Hanson. HeidelbergCement wurde dadurch weltweit der größte Zuschlagstoff- und der viertgrößte Zementhersteller.
Im Juni 2010 wurde das Heidelberger Vorzeigeunternehmen, die HeidelbergCement AG, in den Deutschen Aktienindex DAX aufgenommen.
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