Urkundliche Erwähnungen im 12. und 13. Jahrhundert

Im Jahre 1196 wurde Heidelberg (als »Heidelberch«) erstmals in einer Urkunde des Klosters Schönau erwähnt.
Die Pfalzgrafschaft wurde 1214 an Herzog Ludwig I. von Bayern übertragen. Ab diesem Zeitpunkt herrschte die Familie der Wittelsbacher in Heidelberg und in der Pfalz.
1225 gab es eine erste urkundliche Erwähnung einer Burg am Burgflecken Heidelberg. Erste urkundliche Aufzeichnungen über eine obere Burg (an der Stelle der heutigen Molkenkur) und eine untere Burg (heutiges Schloss) gab es 1303.
Eine hölzerne Neckarbrücke auf Steinpfeilern wurde erstmals im Jahre 1284 dokumentiert. Sie befand sich bereits an der Stelle der heutigen Alten Brücke.
Im »Hausvertrag von Pavia« wurden 1329 die beiden Wittelsbacher Länder Bayern und Pfalz endgültig voneinander getrennt. Kaiser Ludwig IV., auch »der Bayer« genannt, hatte die Pfalz 10 Jahre lang mit verwaltet. In der Folge sollte, gemäß Vertrag, die Kurwürde zwischen den beiden Linien der Familie Wittelsbach wechseln. Dies wurde verhindert. Nach 1351 blieb diese Ehre allein bei den Kurfürsten von der Pfalz.
1356 wurde dann im Reichsgesetz, der sogenannten »Goldenen Bulle« festgelegt, dass Amt und Würde des ersten weltlichen Kurfürsten für die Pfalzgrafen bei Rhein erblich sind. Die Pfalzgrafen erhielten weitgehende Rechte als »unteilbares Eigentum«. Hierzu gehörten neben der Kurfürstenwürde die Ämter des Erztruchsessen, des obersten Richters im Reich und des Reichsverwesers.
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