Berühmte Naturwissenschaftler in Heidelberg

Robert Wilhelm Bunsen (1811–1899)
In der Hauptstraße steht vor dem Friedrichsbau das Denkmal des berühmten Heidelberger Chemikers Robert Wilhelm Bunsen.
Robert Bunsen kam 1852 aufgrund eines Lehrauftrags an die Universität Heidelberg. Hier wurde er Direktor des Chemischen Laboratoriums. Seine wissenschaftlichen Leistungen waren die Begründung der chemischen Analyse, die Entwicklung der Chromsäurebatterie und der Schmelzfluss-Elektrolyse zur Herstellung von Magnesium.
Zusammen mit seinem Heidelberger Kollegen, dem Physiker Gustav Robert Kirchhoff, entwickelte er die Spektralanalyse. Außerdem perfektionierte er den nach ihm benannten Bunsenbrenner und entdeckte zusammen mit Kirchhoff die Elemente Cäsium und Rubidium (1860).
Gustav Robert Kirchhoff (1824–1887)
Gustav Robert Kirchhoff war ein deutscher Physiker, der insbesondere durch die Erforschung der Elektrizität berühmt wurde.
Nach seinem Studium in Königsberg und einer anschließenden Tätigkeit an der Universität Breslau kam Kirchhoff nach Heidelberg, wo er an der hiesigen Universität forschte und lehrte.
Kirchhoff ist bekannt für seine Regeln der elektrischen Stromkreise, in denen Abhängigkeiten zwischen elektrischer Spannung, Strom und Widerstand beschrieben werden.
Kirchhoff entwickelte in Heidelberg zusammen mit Robert Wilhelm Bunsen die Spektralanalyse und entdeckte die Elemente Caesium und Rubidium.
Hermann von Helmholtz (1821–1894)
Der Physiologe und Physiker Hermann von Helmholtz lehrte von 1858 bis 1871 in Heidelberg.
An der Universität hatte er den Lehrstuhl für Physiologie übernommen. Hier forschte er über Nervenleitung, Tonempfindung und Sehvorgänge und verfasste Arbeiten über Elektrizität und Meteorologie.
Helmholtz erfand unter anderem den Augenspiegel und das Scherenfernrohr.
Max Wolf (1863–1932)
Der berühmte Astronom Max Wolf war Entdecker vieler Asteroiden (Kleinplaneten).
Er wurde in der Märzgasse 16 in der Heidelberger Altstadt geboren. Hier, in seinem Elternhaus, errichtete er als Student seine Privat-Sternwarte, deren Turm – 12 Meter hoch und mit einer drehbaren Kuppel versehen – man heute noch im Hinterhof des Anwesens betrachten kann.
Wolf machte hier zwischen 1884 und 1897 seine ersten Entdeckungen: 1884 entdeckte er seinen ersten Kometen, 7 Jahre später den Nordamerikanebel im Sternbild Schwan.
Ab 1898 benutzte Max Wolf für seine Beobachtungen die neu errichtete Landessternwarte auf dem Königstuhl, wo er nach und nach 246 weitere kleinere Planeten entdecken konnte.
Max Wolf gilt als Pionier der galaktischen Astrofotografie. Als solcher wies er durch seine Aufnahmen des Sternenhimmels der astronomischen Forschung neue Bahnen.
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