Berühmte Politiker in Heidelberg

Theodor Heuss (1884–1963)
Am 12. September 1949 wurde der damalige FDP-Vorsitzende und Wahl-Heidelberger Professor Theodor Heuss in einem feierlichen Festakt im Bonner Bundeshaus zum ersten Bundespräsidenten der damals noch jungen Bundesrepublik Deutschland ernannt.
Die Währungsunion war ein Jahr zuvor. Die Hauptsorgen der Deutschen hießen in jener Zeit »Lebensmittel«, »Heizmaterial«, »Wohnraum« und »Möbel«.
Neben Adenauer und Erhardt zählte Heuss zu den Rettern des am Boden liegenden Deutschlands.
Viele Heidelberger sprachen damals mit »stolzgeschwellter Brust« von »ihrem« Theodor Heuss.
Seinen Weg nach Heidelberg hatte Heuss 1943 gefunden. Seiner Familie zuliebe verließ er das unter ständigen Luftangriffen liegende Berlin und zog in den Heidelberger Stadtteil Handschuhsheim zu seiner Schwägerin.
Nach dem Krieg wurde Heuss zunächst Kultusminister des Landes Baden-Württemberg. Später wurde sein Name als Mitherausgeber der Heidelberger Rhein-Neckar-Zeitung genannt.
Bis zu seinem Tod am 12. Dezember 1963 bewahrte Heuss zu Heidelberg eine besondere Verbundenheit. Gerade zum Bundespräsidenten gewählt, äußerte er, dass er eine Reise nach Heidelberg stets als »Bestätigung der Zusammengehörigkeit« verstehe, denn ihm sei deutlich geworden, was die Stadt ihm gegeben habe und seine Liebe zu ihr könne dafür nur ein kleiner Dank sein.
So ließ er es sich auch nicht nehmen, 1955 als amtierender Bundespräsident den neuen Heidelberger Hauptbahnhof persönlich einzuweihen. Tausende Heidelberger feierten bei dieser Gelegenheit ihren Bundespräsidenten auf dem Bahnhofsvorplatz.
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