Berühmte Dichter und Schriftsteller in Heidelberg

Johann Wolfgang von Goethe (1749–1832)
Johann Wolfgang von Goethe hatte schon früh eine Vorliebe für Heidelberg entwickelt. Obwohl er hier insgesamt nur für kurze Zeit verweilte, fiel der Stadt der Romantiker in Goethes Leben und Wirken eine hohe Bedeutung zu. Die Gemäldesammlung Boisseree hatte seinerzeit zwei ereignisreiche Aufenthalte am Neckar verursacht. 
Goethe hielt sich gerne im Heidelberger Schlossgarten auf, wo er z. B. 1779, begeistert von der zerstörten Wehrhaftigkeit des Schlosses, die Reste des gesprengten Krautturms zeichnete.
Im Schlossgarten lädt bis heute die opulente »Goethe-Marianne-Bank« aus den 20er Jahren zum Verweilen ein. Der bereits 65 Jahre alte Goethe hatte sich noch einmal verliebt und zwar in die etwa 35 Jahre jüngere und mit einem Frankfurter Freund verheiratete Marianne von Willemer.
Marianne wurde zur Muse und Partnerin Goethes in der Dichtung. Bei gemeinsamen Spaziergängen in Heidelberg, z. B. im Herbst 1815, entstanden bedeutende Gedichte, wie Goethe später notierte. Diese persönlichen Erinnerungen an die hoch geschätzte Marianne von Willemer sind im Buch Suleika, einem Teil von Goethes »West-östlichen Diwan« verewigt. Drei dieser Gedichte stammen übrigens aus der Feder von Marianne.
Die »Goethe-Marianne-Bank« soll an das Erscheinen des »West-östlichen Diwan« erinnern.
Jahre später entstand ein regelrechter »Goethe-Kult« in Heidelberg, an dem auch Marianne von Willemer ihren Anteil hatte. Umfangreichen Sammlungen über Goethe wurden im – damals privaten – Stift Neuburg zusammengetragen.
An die Aufenthalte von Johann Wolfgang von Goethe in Heidelberg erinnern heute im Heidelberger Schlossgarten die Goethe-Gedenktafel, die bereits erwähnte »Goethe-Marianne-Bank« sowie das wenige Meter neben der Steinbank stehende, 2 Meter hohe Goethe-Denkmal mit einem bronzenen Kopf des Dichters.
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