Pfälzer Saumagen

Der frühere Bundeskanzler Helmut Kohl, der in Heidelberg studierte und sich hier gerne aufhielt, ließ seine Gäste (u. a. auch den damaligen sowjetischen Präsidenten Gorbatschov) mit seiner Leibspeise »Pfälzer Saumagen« bewirten.
Der Saumagen ist ein anschauliches Beispiel dafür, wie gut einfaches Essen schmecken kann.
Schon im Mittelalter wurde dieses Gericht in Klosterküchen zubereitet und die durchreisenden Gäste ließen es sich munden.

Rezept für Pfälzer Saumagen

Zutaten:
  • 750 g Schweine-Vorderschinken
  • 750 g magerer Schweinebauch
  • 750 g Kartoffeln
  • 2 Pfund Bratwurstfülle (Mett)
  • 2 bis 3 altbackene Brötchen
  • 4 bis 6 Eier
  • Salz, Pfeffer, Muskat, Majoran
  • 1 Saumagen

Zubereitung:
Besorgen Sie sich – am besten vom Metzger – einen kleinen frischen Saumagen.
Schneiden Sie den Vorderschinken, den Schweinebauch und die Kartoffeln in ca. 1 cm große Würfel. Die Kartoffelwürfel kochen Sie kurz, damit sie etwas weich werden.
Vermischen Sie diese gut mit den 2 Pfund Schweinemett, den 2 bis 3 eingeweichten und ausgedrückten Brötchen und den 4 bis 6 Eiern. Schmecken Sie mit Salz, Pfeffer, Muskat und reichlich Majoran gut ab.
Nun füllen Sie die Masse in den Magen (nicht zu prall füllen, da sonst der Magen beim Kochen platzen kann). Anschließend binden oder nähen Sie die 3 Magenöffnungen zu und lassen den Saumagen in siedendem Salzwasser ca. 3 Stunden ziehen (bitte nicht kochen lassen!).
Lassen Sie jetzt den Saumagen abtropfen und schneiden ihn anschließend in Scheiben.
Alternativ können Sie ihn auch nach dem Kochen in heißem Fett im Backofen knusprig nachbacken oder ihn in Scheiben geschnitten noch einmal in der Pfanne kross backen.
Servieren Sie den Saumagen mit Weinkraut und dem obligatorischen Wein.
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