Universitätsbibliothek

3 Millionen Bücher, 1,5 Millionen Ausleihen pro Jahr
Die Heidelberger Universitätsbibliothek war ursprünglich auf 800 Benutzer mit 50.000 Ausleihen pro Jahr zugeschnitten. Heute besitzt sie über 3 Millionen Bücher, die auf verschiedene Standorte im Stadtgebiet von Heidelberg verteilt sind. Jedes Jahr kommen 40.000 bis 50.000 neue Werke hinzu. Immer wieder muss die Universitätsbibliothek deshalb Erweiterungen planen und umsetzen.
Pro Jahr gibt es rund 1,5 Millionen Ausleihen. Die Universitätsbibliothek Heidelberg nimmt deshalb einen Spitzenplatz im deutschlandweiten Ranking der besten Universitätsbibliotheken ein.
Zweigstellen der Bibliothek
Am 6.11.1905 wurde das Bibliotheksgebäude der Heidelberger Universität in der Plöck eröffnet. In den beiden Flügeln entlang der Graben- und der Sandgasse waren zunächst die geschlossenen Magazine untergebracht. Hier entstanden später die Lese- und Freihandbereiche. Über ein Tunnel ist das Bibliotheksgebäude mit einem Tiefmagazin verbunden, das sich unter dem Gebäude der Neuen Universität befindet.
Im Neuenheimer Feld gibt es eine Zweigstelle der Universitätsbibliothek für die Naturwissenschaftler und Mediziner. Außerdem gibt es zahlreiche Institutsbibliotheken, die mittlerweile von der Universitätsbibliothek verwaltet werden.
Das Gebäude der alten Universitätsbibliothek gilt als »Spitzenleistung badischer Baukunst«
Der repräsentative, denkmalgeschütze Vierflügelbau wurde 1905 unter der Leitung des damaligen badischen Baudirektors Joseph Durm an der Stelle eines früheren Schwarznonnenklosters erbaut.
Durm griff dabei Motive des »Deutschmanierismus« des späten 16. Jahrhunderts auf, die er mit Jugendstilelementen kombinierte.
Nach Osten und Süden hin sind die Fassaden reichlich mit Plastiken, architektonischen Details und Ornamenten versehen. Bis zum Dach reichen die kunstvoll gestalteten Bauformen. Am Haupteingang befinden sich zwei Skulpturen.
Hermann Volz, Professor an der Karlsruher Kunstakademie, schuf links Prometheus, rechts eine Frauengestalt. Frau und Kind symbolisieren die Weitergabe der Erkenntnis von Generation zu Generation. Die lachende und die weinende Maske stehen für Komödie und Tragödie. Eine Inschrift würdigt Großherzog Friedrich von Baden, der als Landesherr zugleich Rektor der Universität und damit Bauherr war, das erklärt auch das badische Wappen. Über den Fenstern sind in Medaillons die Kurfürsten verewigt.

Blick ins Innere des Bibliotheksgebäudes

Auch der Blick ins Innere des Bibliotheksgebäudes lohnt sich: Auf den Treppenabsätzen sind Büsten berühmter Gelehrter zu sehen. Ständige und auch wechselnde Ausstellungen laden jeden Interessierten zu einem Besuch ein.
Besonderer Anziehungspunkt der Universitätsbibliothek ist der Codex Manesse, die weltberühmte mittelalterliche Liedersammlung.
Bibliotheca Palatina komplett digitalisiert und online verfügbar

Die Heidelberger Bibliotheca Palatina, eine der wertvollsten Sammlungen deutschsprachiger Handschriften des Mittelalters und der Frühen Neuzeit (einstiger Standort: Emporen der Heiliggeistkirche, später: in den Katakomben des Vatikan zu Hause) wurde komplett digitalisiert und online verfügbar gemacht unter: 

Universitätsbibliothek Heidelberg

Plöck 107-109
D-69117 Heidelberg
Tel.: 06221 542 380
Fax: 06221 542 623
E-Mail: ub@ub.uni-heidelberg.de
Homepage: www.ub.uni-heidelberg.de

Öffnungszeiten

Ausleihe:
Montag bis Freitag: 09:00 bis 19:00 Uhr
Samstag: 09:00 bis 13:00 Uhr
Informationszentrum & Multi-Media-Zentrum:
Montag bis Freitag: 08:30 bis 22:00 Uhr
Samstag u. Sonntag: 09:00 bis 22:00 Uhr
Lesesaal:
Montag bis Freitag: 08:30 bis 01:00 Uhr
Samstag u. Sonntag: 09:00 bis 01:00 Uhr
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