Schwetzingen – die ehemalige Sommerresidenz der Kurfürsten

Eine attraktive Fremdenverkehrsstadt
Inmitten der Kurpfalz, im Dreieck der Städte Heidelberg, Mannheim und Speyer liegt Schwetzingen. Hier war einst eine Sommerresidenz der in Heidelberg regierenden Pfälzer Kurfürsten.
Im Jahre 766 wurde Schwetzingen erstmals als alemannisch-fränkische Ansiedlung im Lorscher Kodex urkundlich erwähnt.
Heute hat die Kreisstadt 21.000 Einwohner.
Die attraktive Fremdenverkehrsstadt hat internationale Beachtung gefunden, insbesondere wegen ihres berühmten Schlossgartens und der im Schloss alljährlich stattfindenden »Schwetzinger Festspiele«.
Bekannt ist die Stadt aber auch durch den Schwetzinger Spargel, das »königliche Gemüse«.
Das Schwetzinger Schloss
Das Schloss ist einst aus einer mittelalterlichen Wasserburg hervorgegangen. Es diente den Kurfürsten von der Pfalz als Jagdschloss und in manchen Jahren auch als ständige Sommerresidenz. Die Pfälzer Kurfürsten hatten einen ca. 500 Personen umfassenden Hofstaat in ihrer Hauptresidenz, dem Heidelberger Schloss (nach 1720 im Mannheimer Schloss). Große Teile dieses Hofstaats hielten sich in den Sommermonaten in Schwetzingen auf.
Nach den Zerstörungen im 30-jährigen Krieg und im pfälzischen Erbfolgekrieg (1689/1693) ließ Kurfürst Johann Wilhelm das Schwetzinger Schloss wieder aufbauen. Es erhielt damals seine heutige Form.
Der ab 1742 regierende Kurfürst Karl Theodor beauftragte den Bau des 72 Hektar großen Schlossgartens. Dieser ist ein Meisterwerk des Spätbarock. Karl Theodor hat sich mit der prachtvollen Gartenanlage ein bleibendes Denkmal gesetzt. Der weitgehend authentisch restaurierte Garten gehört mit seiner Vielfalt an Skulpturen, Tempelbauten und der einmaligen Gartenmoschee damals wie heute zu den bedeutendsten Gartenanlagen Europas.
Bedeutender Ort für kulturelle Veranstaltungen
Kurfürst Karl Theodor ließ auch die beiden Zirkelbauten des Schlosses errichten, die sich zum Garten hin öffnen. Hier war er Gastgeber großer höfischer Feste. Auch heute finden hier Feste und gesellschaftliche Veranstaltungen unterschiedlicher Art statt, aber auch Tagungen und Kongresse.
Als einzigartiges Kleinod für kulturelle Veranstaltungen steht das im nördlichen Zirkelbau befindliche bezaubernde Rokokotheater aus dem Jahre 1752 zur Verfügung. Hier gibt es beispielsweise während der Wintermonate »Das Barock-Fest« mit Konzerten, Opern, Tanzaufführungen und Festvorträgen.
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