Sinsheim

Sinsheim – aktuell bekannt durch Spitzen-Fußball
Vor einigen Jahren kannten vermutlich die wenigsten Deutschen den 3.000-Einwohner-Ort Hoffenheim. Doch der Aufstieg des Vereins TSG 1899 Hoffenheim in die erste deutsche Fußball-Liga in 2008/09 und der begeisternde Fußball, den das Team hier zeigt, machte nicht nur den Verein, sondern auch die Stadt Sinsheim bekannt.
Schließlich ist Hoffenheim seit einigen Jahrzehnten ein Stadtteil von Sinsheim. Und eigentlich stieg der Bekanntheitsgrad des gesamten Kraichgaus gleich mit an, der geschlossen hinter »seinen« Fußballstars steht. Wer gerne ein Bundesliga-Fußballspiel im Rahmen seiner Heidelberg-Reise besuchen möchte, sollte den 30 Kilometer-Abstecher in südöstlicher Richtung nach Sinsheim einplanen. Man darf sich auf eines der modernsten Stadien Deutschlands freuen: auf die ungefähr 30.000 Zuschauer fassende Rhein-Neckar-Arena, gleich neben der Autobahn gelegen.
Auto und Technik Museum Sinsheim
Auf der anderen Seite der Autobahn wartet der nächste Höhepunkt, der gegebenenfalls mit dem Fußball-Abstecher verknüpft werden kann: das Auto und Technik Museum Sinsheim.
Mehr als eine Million Besucher kommen jährlich, um die einmalige Formel-1-Fahrzeugausstellung, die zahlreichen Auto-Raritäten und ausgefallenen Einzelstücke, z. B. das Weltrekordauto »Blue Fame«, zu sehen. Doch neben den Kraftfahrzeugen gibt es hier noch weitere Technik-Highlights zu bestaunen wie z. B. eine Original-Concorde der Air France und eine russische Tupolev TU-144, die von innen begehbar sind. Außerdem lohnt sich der Besuch des IMAX-3-D-Filmtheaters.
Weitere Museen, in denen man große Geschichte erleben kann
Sinsheim hat zwei weitere interessante Museen, in denen man große Geschichte erleben kann: das Friedrich-der-Große-Museum im »Lerchennest« in Sinsheim-Steinsfurt sowie das Stadt- und Freiheitsmuseum im Historischen Rathaus in Sinsheim.
Burg Steinsberg bei Sinsheim
Wenn man von den in nächster Nähe Heidelbergs liegenden Bergen des südlichen Odenwalds nach Süden blickt, so entdeckt man bei klarer Sicht, mitten im Kraichgauer Hügelland und etwas erhöht, die Burg Steinsberg. Diese wird auch »Kompass des Kraichgaus« genannt. Sie steht auf einem Basaltkegel zwischen Sinsheim und Weiler, in unmittelbarer Nähe der neuen Rhein-Neckar-Arena.
Die mittelalterliche Burg wurde 1109 erstmals schriftlich erwähnt. Sie war ab 1180 im Besitz der mächtigen Grafen von Oettingen. Bauten der Burg aus dieser Zeit zeigen Parallelen zu Staufischer Architektur in Italien.
Die Burg wurde schließlich ab 1307 von den Pfalzgrafen weiter ausgebaut. Von 1517 bis 1777 residierten hier die Herren von Venningen. Danach verfiel die Burg.
Heute ist sie ein beliebtes Freizeit- und Ausflugsziel. Es lohnt sich, bei einem Besuch der Burg den hohen Bergfried zu besteigen, von dem man eine fantastische Aussicht, unter anderem hinunter auf Sinsheim und das Stadion, genießen kann. Im Innenhof der Burg Steinsberg finden in den Sommermonaten Theateraufführungen und Konzerte statt. Unmittelbar unterhalb der Burg befindet sich eine weitere Sehenswürdigkeit, die 1514 erstmals erwähnte Wallfahrts- und Hochzeitskapelle St. Anna.
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