Neckarsteinach

Neckarsteinach, die südlichste Gemeinde Hessens, erreichen Sie von Heidelberg aus nach 16 Kilometern neckaraufwärts. Die »Stadt der 4 Burgen« liegt mitten im schönsten Teil des Neckartals.
Der Name der Stadt, die schon seit 1377 Stadtrechte besitzt, entstand durch die Mündung des Odenwaldflüsschens Steinach in den Neckar.
Das Stadtbild von Neckarsteinach ist geprägt von seinen vier mittelalterlichen Burgen. Eingebettet in die waldreiche bergige Landschaft des südlichen Odenwalds, erheben sich diese wie ein Kranz entlang der Neckarschleife.
Von der Altstadt führt ein ausgeschildeter Weg hinauf zu den Burgen. Zuerst erreicht man die um 1200 erbaute Vorderburg. Diese befindet sich heute in Privatbesitz und ist bewohnt.
Das nächste mittelalterliche Bauwerk auf halber Höhe des Bergrückens ist die Mittelburg. Sie wurde Mitte des 18. Jahrhunderts zu einem Renaissance-Schloss umgestaltet und ist deshalb die schönste der vier Burgen. Heute wohnt die Familie der Freiherren von Warsberg-Dorth darin.
Die Hinterburg ist die nächste, die man entlang des Weges erreicht. Diese wurde im 12. Jahrhundert, also in der Stauferzeit, erbaut. Sie gilt als Stammburg der Edelfreien von Steinach. Ihre Lage war einst ideal, um die beiden Flusstäler des Neckars und der Steinach zu schützen.
Die letzte der vier Burgen ist die Burg Schadeck, im Volksmund auch bekannt als »Schwalbennest«. Sie wurde um 1260 von Bligger V. erbaut.
Alle vier Burgen haben eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Manche Legenden erzählt man von ihren Bewohnern, von denen man bis heute nicht weiß, ob sie tatsächlich Raubritter waren, was man ihnen landläufig nachsagt.
Ebenso sehenswert wie die vier Burgen ist in Neckarsteinach die historische Altstadt mit ihren Kirchen und der alten Stadtmauer.
Außerdem lädt der Nibelungengarten zu einem Besuch ein. Sechs Sandsteinköpfe erinnern hier an die wichtigsten Personen im Nibelungenlied. Dass sich Neckarstach gerade mit einer solchen Sehenswürdigkeit präsentiert, liegt an historischen Hintergründen. Der Neckarsteinacher Minnesänger Bligger II. (dieser ist von 1152–1210 urkundlich belegt) gilt als eventueller Autor des Nibelungenliedes.
Der überregional bekannte Ausflugs- und Erholungsort Neckarsteinach ist einen Besuch wert und lädt zum Bummeln und Wandern ein.
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